Stellungnahme des Pfarrgemeinderats zum Thema Familien mit Kindern in der Kirche

In der Kirche ist grundsätzlich jeder willkommen. In Bezug auf Kinder äußert sich auch Jesus eindeutig: „Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht“, und wird ungehalten, als die Jünger Kinder als „Menschen zweiter Klasse“ von ihm fernhalten wollen.

Als Christen haben wir die Pflicht, unseren Glauben mit anderen zu teilen. Für Eltern bedeutet dies in erster Linie, den Glauben an die eigenen Kinder weiterzugeben. In der Katholischen Kirche steht dabei die Heilige Messe im Mittelpunkt, weswegen diese in der Glaubensvermittlung nicht wegzudenken ist.

In den ersten Lebensjahren müssen Kinder noch lernen, wie man sich in der Kirche verhält. Dies kann aber nur in der Praxis, das heißt, durch die Teilnahme an der Heiligen Messe gelernt werden. Dafür können sich die Kinder dann aber auch ab einem bestimmten Alter nicht nur in der Kirche benehmen, sondern auch die Heilige Messe aktiv mitfeiern, weil sie von klein auf ein selbstverständlicher Teil ihres Lebens ist.

Für Eltern bedeutet dieses „Training“ eine Gratwanderung: einerseits sollen die Kinder mit der Liturgie vertraut gemacht werden, andererseits soll durch eine angemessene Beschäftigung die Messe nicht langweilig werden. Ziel ist es, dass die Kinder positive Assoziationen mit der Kirche haben und über ihren Glauben lernen können, damit sie später gern und freiwillig kommen. Das ist für die Eltern harte Arbeit, und es ist auch mit Opfern verbunden, weil sie sich nicht voll auf die Messe konzentrieren können. Es ist aber auch für die Gemeinde mit Opfern verbunden, wenn sie ertragen muss, dass es durch die Kinder gelegentlich etwas lauter wird. Der Lohn für diese Opfer ist eine Kirche mit Zukunft.

Wir sind in unserer Gemeinde damit gesegnet, hier so viele junge Familien zu haben. In anderen Gemeinden ergibt sich da ein ganz anderes Bild. Durch die (glücklicherweise!) große Zahl der Kinder potenziert sich damit aber auch manchmal der Lärm. Deshalb ist unsere Bitte an die Gemeinde: unterstützen sie uns Eltern, haben Sie Geduld, wenn die Kinder nicht immer leise sind. Wer Probleme hat, kann sich gern an Alexandra Lawrence oder andere Mitglieder des Pfarrgemeinderats wenden, wir werden dann versuchen gemeinsam eine Lösung zu finden.